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In der neuesten Ausgabe der Zeitschrift „Der Feinschmecker“ wurden wir wieder
zu den besten 600 Restaurants in Deutschland gewählt – zum 18.Mal in Folge!
Bewertung: 2 ½ F;

Text 2010/2011 – erschienen im September 2010:
Das geduckte Reetdachhaus lädt ein zu Gaumenfreuden in gemütlichem Ambiente.
Carsten Kindermanns Kochkünste versöhnen Ammerländer Tradition und weite Welt.
Sein Vorspeisenteller ist ein Muss, die kreativen Fischgerichte mit Steinbeißer,
Seeteufel und Scampi gelingen stets leicht und würzig, und das Kalbskotelette,
auf Kräutern gebraten mit Schmorjus, Kohlrabi und Steinchampignons, befriedigt
höchste Ansprüche. 400 erlesene Weine, Gartenterrasse, hübsche Hotelzimmer.

Text 2009:
Was Carsten Kindermann aus seinen frischen guten Produkten macht, ist bemerkenswert.
Sommerlich vollmundig ist der lauwarme Pfifferlingssalat mit Aprikosen und krossem
Seranoschinken, wunderbar das zarte Rinderfilet mit Morcheljus. Umfangreiche
Weinkarte mit 400 Positionen und guten deutschen Weißen. Sehr netter Service.

Text 2008:
Kindermanns Vorspeisenteller, sein Seeteufel mit Sauerampfer-Risotto und die Hohe
Rippe vom Bioland-Ochsen müssten in puncto Zubereitung und Aroma manchen städtischen
Starkoch beschämen, der eine ganze Brigade hinter sich hat.
Annette Kindermann sorgt für angenehme Atmosphäre im Salon. 400 Weine.

Text 2006:
Familie Kindermann macht sich um die nordwestdeutsche Kochkultur verdient. Schon die
Vorspeisenvariation von Trüffelsüppchen über Krabben-Ananas-Chutney bis Weser-Stint-
beweist die kreative Vielseitigkeit des erfahrenen Chefs. ein Hochgenuss der bissfeste
Kabeljau mit Linda-Kartoffelpürree und Champignons; auch die in Merlot geschmorte,
butterzarte Ochsenlende mit Kalbsbacke, Sahnespätzle und Röstzwiebeln gelang exzellent.
Charmanter Service; angenehme Gastzimmer




Aral-Schlemmer-Atlas 2009, Busche-Verlag, Dortmund
Bewertung:
2 Kochlöffel mit steigender Tendenz

ARAL Schlemmer-Atlas 2009, erschienen im November 2008, Busche Verlag, Dortmund
Bewertung: Zwei Kochlöffel mit aufsteigender Tendenz

Text 2009: Mit seiner weißen Farbe und dem eindrucksvollen Reetdach strahlt es die typische
Ammerländer Gemütlichkeit aus. 1892 erbaut, beherbergt es einige hübsche Zimmer und
ein Restaurant mit beeindruckender Küche Spezialitäten: Seeteufelcarpaccio mit
Limonenpesto und Knusperlasagne, Entenbrust mit Datteln und Pinienkernen gefüllt,
Kabeljau auf Basilikumlinsen mit weißer Tomatenbutter


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Marcellino 2010/11 für Bremen und Umgebung
Bewertung:
Platz 2 für Bremen und Umgebung

Marcellino's 2007 für Bremen und Umgebung , erschienen im November 2006
Bewertung: Platz 3 Umgebung Bremen, Platz 2 für die Auswahl v

Text 2010: "Etwas ab vom Schuss." Aber "der Weg lohnt sich allemal", da sind sich
"anspruchsvolle Gäste" einig. Die "wechselnde Karte" lockt mit "raffinierten
Kombinationen aus regionaler und internationaler Küche":
feine Spargelrahm-Sülze mit Spargelspitzen im Salatnest und krossem Serranoschinken
 (12,90) sowie Bauern-Entenbrust mit Shii-Take-Pilzen, Schmorjus und
Bärlauch-Ravioli
(23,80). Noch Platz für was Süßes? Gratinierter Vanille-Topfen mit
Mojito-Kompott und Sorbet von der Erdbeere
(8,20). "Kompetentes Personal".
Die Räume "behaglich": "mediterranes Landhaus-Flair" mit "edlem Holzmobiliar"
im Ammerländer Bauernhaus von 1892. 400 Weine, 10 offen.


Text 2008: Unter Reet und guten Freunden: "Mehrfach ausgezeichnete regional-mediterrane

Küche". Mit Gespür fürs Besondere" und fein zubereitet, so landen Chefkoch Kindermanns
Kreationen wie Greetsieler Krabben in Bärlauch-Joghurt, Frühlingssalat, Ochsenrücken-Steak
 auf Tomaten-Bohnen-Ragout und geeiste Kuppe von
Maracuja im Schokoladennetz auf den
Tellern.  "Ländliche Frische", "warme mediterrane Farben", "
Kuschelige Einrichtung" und
der  "herzliche Service" verzaubern die anspruchsvolle Klientel auf Anhieb.
"Die Kunst an den Wändern  erfreut", wie auch das Preis-Leistungs-Verhältnis.
"Grandiose Weinkarte" mit derzeit 400 Positionen.

Text 2007: Wunderschön, das mit "Reet gedeckte Friesenhaus." Fast wie auf Sylt, sogar mit
Steinwall um das Haus herum! Frisch renoviert mit warmen Rot- und Gelbtönen. Hier wird
man von den "Kindermännern unglaublich verwöhnt".
Bekannt ist das Gourmet-Ehepaar für "leckere, zeitgemäße und gut kalkulierte Gastronomie".
 "Zufriedene Gäste" schwören, sie hätten "auch in besternten Restaurants noch nie
besser gegessen".
Absolute "Höchstnote " in der gesamten Region ! "Umfangreiche Weinauswahl"




Gault Millau - Gourmetführer 2011, erschienen im November 2010, Heyne-Verlag
Bewertung:
2 Hauben mit 15 Punkte, 3 Bestecke in rot (= besonders angenehme Atmosphäre);
besonders liebenswerter Service

In das fast 120 Jahre alte Ammerländer Reetdachhaus, das von einem hübschen
Garten umgeben ist, kehrt man gern ein. Die behagliche Eleganz der Gasträume
und die freundliche Zugewandtheit von Gastgeberin Annette Kindermann vermitteln
sogleich ein Zu-Hause-Gefühl.
Dem entspricht Ehemann Carsten, der am Herd nicht jeder neuen Mode hinterher-
läuft. Das Design von kuriosen Gerichten, das Hantieren mit Zentrifugen und Reagenz-
gläsern, Gelatinen und Espumas sind seine Sache nicht. Langweilig ist seine Küche
dennoch nicht. Sein nordwestdeutsche-mediterranes Gourmet-Potpourri mit gelegent-
lichen asiatischen Anklängen ist immer auch für eine Überraschung gut (z.B.
Jakobsmuscheln und Scampi mit gekühlter Tomaten-Orangensuppe und Kopfsalat
in Wasabi-Joghurt), aber mit Sicherheit wird dem geneigten Esser solide Kochkunst
auf hohem Niveau geboten.
Ebenso geschmackvoll wie schmelzend zart ist die gebratene Gänsestopfleber, die mit
Kaninchenfilet, lauwarmem Salat von Pfifferlingen, Feldsalat und Senflinsen
bestens harmoniert. Ein Klassiker des Hauses ist mittlerweile das fehlerfrei gebratene
Ochsenfilet mit einem Stück butterzart geschmorter Ochsenbacke und à part gereichtem
Schmorjus. Das begleitende Senf-Kartoffelpüree, einfach und gut, können wir und auch
zu Fisch vorstellen. Aber noch nehmen wir gern mit dem fein abgestimmten Zuckererbsen-
risotto zu Seezunge und Seeteufel vorlieb.
Kleine Abstriche machen wir beim Nachtisch wenn Crème brûlée à la Saison oder
geschmorter Pfirsich in Waldmeister-Karamell kommt. Überzeugender ist die
knusprige Karamell-Pfeffer-Schnitte mit weißer Schokolade und Blutorangen in
Grand Marnier und im Sorbet.
Ambitionierte und umfangreiche Weinkarte, in der sich die Gastgeberin bestens auskennt.

Text von 2010
Bewertung:
2 Hauben mit 15 Punkte, 3 Bestecke in rot (= besonders angenehme Atmosphäre);
besonders liebenswerter Service

Das weiße Haus bekam eine neue Außenwerbung und macht jetzt in signalrot auf sich
aufmerksam - hoffentlich noch erfolgreicher. Denn Patron Carsten Kindermann bleibt
auch in seiner modernisierten Küche alten Prinzipien treu: beste Produkte in makeloser Frische,
Bekenntnis zur Ammerländer Region und Aufgeschlossenheit für Neues - norddeutsche
Bodenständigkeit gepaart mit südlicher Leichtigkeit.
Und Annette Kindermann beseelt die liebevoll eingerichteten Räume des alten
Bauernhauses am Schlosspark oder den großen Garten als freundlich umsorgende Gastgeberin.
Dass der Chef neuerdings des Öfteren zu tief in den Salztopf langt und es beim
Spinatcrèmesüppchen mit aromaschwachen Trüffeln zwischen den Zähnen knirschen
ließ, vergessen wir mal rasch.
Gern erinnern wir uns an die butterzarten Kalbsbäckchen in kräftigem Rotweinjus,
das perfekt auf der Haut gebratene Zanderfilet mit Gemüse aus gelben Linsen oder
 die Perlhuhnbrust, kross comme il faut, mit grünem Spargel. Über den filigranen Frucht-
Variationen oder der Mango-Eisbombe mit Erdbeercoulis wollen wir nicht Kindermanns
neues Abendbrot vergessen, bei dem nach Herzenslust aus vielen verschiedenen
Vorspeisenschälchen genascht werden kann. Aber Obacht, zu Beginn des Abends gilt
es den Verlockungen des mit duftig-würzigem Gebäck reich gefüllten Brotkorbes und den
dazu gereichten leckeren Aufstrichen und Snacks zu widerstehen.
Der Weinkeller lässt bei 400 Positionen kaum einen Wunsch offen, und die
mit 100 edlen Digestifs überbordende Anrichte auch nicht.


Text von 2009
Bewertung:
2 Hauben mit 15 Punkte, 3 Bestecke in rot (= besonders angenehme Atmosphäre);
besonders liebenswerter Service

Annette Kindermann empfängt die Gäste im hellen, hübsch eingerichteten Restaurant
oder im schönen, großzügigen Garten wie Freundes des Hauses und umsorgt sie auch so.
Ehemann Carsten lässt vorzugsweise regionale Produkte in die Töpfe und Pfannen, achtet
auf kompromisslose Frische und schickt Gerichte, die unverkünstelt, aber beileibe nicht
ohne Raffinement sind. Aber Obacht beim generösen Auftakt mit Chorizio-Scheiben,
Griebenschmalz, Oliven, Radieschen, Basilikumquark und einem verlockendem Olivenöl,
das mit Grapefruitöl aromatisiert ist. Wer hier nicht Maß hält, tut sich, was schade ist,
schwer mit den Köstlichkeiten, die folgen: perfekter Tafelspitz mit ausgesuchten kleinen
Köpfen von Pfifferlingen und raffiniert gewürztem Mus vom Hokkaido-Kürbis, à point
gegartes Zanderfilet mit mutiger sauerlicher Schmor-Gurke, die mit buntem Linsengemüse
 gefüllt ist, untadeliges Ochsenroastbeef mit sehr gutem Gemüse von zweierlei Bohnenschoten
und wohlschmeckenden buttrigen Stampfkartoffeln. Und schließlich werden dem Topfen-
Palatschinken mit Aprikosensorbet noch eine köstlich konfierte Aprikose und mehr
als nur dekorative frische Beeren gegönnt.

Text von 2008:
Bewertung:
2 Hauben mit 15 Punkte, 3 Bestecke in rot (= besonders angenehme Atmosphäre);
besonders liebenswerter Service

Wie macht sie das nur? Auch ein neues Gesicht wird von Annette Kindermann wie ein
langjähriger Stammgast begrüßt. Selten darf man so rundheraus sagen, was man gern oder
anders hätte - der Patronne erstirbt kein freundliches Lächeln.
Und das alles zu Preisen, die sogar ultimo nicht schmerzen.
Aber Obacht beim warmem Rosmarin-Olivenbrot mit grobem Salz, bei den warmen Kürbiskernen,
den gut angmachten Dips - das ist alles nur ein Vorspiel und die folgenden Vorspeisen keine
Kleinigkeit: Gleich vier Jakobsmuscheln kommen mit Tomate und Pinienkernen, getrüffeltem
 Blumenkohl, Orangen-Fenchel-Couscous und Erbsen-Minz-Mousse ... Auch das schaumige
Süppchen von der Petersilienwurzel mit großzügig dargebotenen Trüffelscheiben oder
Meeresfrüchteterrine mit Kräutern und Salat in Limonenjoghurt sind keine Beiträge
Carsten Kindermanns zur Häppchenkultur.
Danach mediterrane Anklänge und regionale Wucht, im Ganzen gebratener Meerwolf
mit den Aromen des Südens oder geschmorte Kalbsbacke und Bratwurst vom Kalb auf
Kartoffel-Lauch-Gemüse. Und in Erinnerung an ein untadeliges Kotelette vom Pata Negra-
Schwein  sehen wir dem Tafelspitz vom Kalb nach, dass er arg weich, die Brühe sehr salzig
und der Spinat kaum lauwarm war. Wohl dem, der nach den gut bemessenen Portionen
mehr schafft als den eisigen Genuss , das Tagessorbet mit Champagner oder
mit Amaretti auf Joghurt.

Text von 2007:
Bewertung:
2 Hauben mit 15 Punkte, 3 Bestecke in rot (= besonders angenehme Atmosphäre);
besonders liebenswerter Service

Die Schritte zum kulinarischen Glück in Rastede: Vorfreude, wenn der Schlosspark passiert ist.
Frohe Erwartung, wenn man vorm reetgedeckten Hotel ankommt. Spannung, wenn endlich
die Menukarte studiert werden kann. Wohliges Seufzen, wenn der letzte Teller, im schönen
Garten geleert ist ... Und wie eine Zugabe kommt nach dem Finale die geringer als erwartet
 ausfallende Rechnung - die Kindermanns verstehen es, ihre Gäste liebenswürdig zu umsorgen.
Eine Hallo-Wach-Eröffnung für die Geschmacksknospen ist sein Cocktail von Kutterkrabben
mit Spargel/Curry-Dip. Wer's nicht ganz so scharf beginnen möchte, hält sich an die gut
komponierte Entenleberterrine mit Gänselebermousse auf gelben Linsen. Der Ammerländer
Kalbsrücken wird mit Pfifferlingen, Bohnen und neuen Stampfkartoffeln mit Olivenöl und
Meersalz kombiniert und von einer so gelungenen Thymianschaumsauce begleitet, dass man
sie löffeln möchte. Der Kalbstafelspitz ist mit seiner leicht "matschigen" Konzistens fast
zu zart geraten, aber geschmacklich tadellos. Perfekt dagegen das Steinbeißerfilet auf
Schnittlauchspinat mit Trüffelbutter und Trüffeln, mit denen Carsten Kindermann -
wie schön ! - nicht geizt. Und da die Edelpilze nicht dick machen, nehmen wir gern Mascarpone
/Schokoladentrüffel mit Champagner/Limetten-Sorbet oder einen warmen Grießflammeri mit
 dreierlei Eis und Himbeeren.
Der Espresso ist vorzüglich, und an die 100 Digestifs locken. Annette Kindermann schafft
als Gastgeberin eine freundliche und familiäre Atmosphäre und präsentiert die umfangreiche
ambitionierte Weinauswahl kenntnisreich und geschmackssicher. Bliebe noch der wahrlich
opulente Auftakt nachzutragen: vier Sorten Brot (köstlich der hausgebackene Rosmarin-
fladen!) und Basilikum-Quark, Salzbutter, Schmalz, Oliven und Radieschen.
Letztes Lob: Der "Happy Hour-Genussteller" beschert dem eiligen Schnuppergast von
18 bis 19 Uhr 7 Leckereien und ein Glas Champagner für € 19.90.

und der Text von 2006:
Bewertung:
 1 Haube mit 14 Punkte, 3 Bestecke in rot (= besonders angenehme Atmosphäre);
besonders liebenswerter Service

Jeder wird mit strahlendem Lächeln empfangen. Die freundliche Atmosphäre in dem
schönen Ammerländer Bauernhaus überträgt sich sofort auf den Gast und läßt entspannt
 den Abend genießen. Und der beginnt vielleicht mit einer kleinen Suppe von Tomaten
und Orangen mit Kürbiskernöl als Gruß aus der Küche von Carsten Kindermann. Dazu
reicht seine Frau ausgezeichnete Brotsorten; von denen uns das weiße Fladenbrot mit
Rosmarin immer am besten schmeckt.
Die unaufdringlich-schmackhaften Nettigkeiten stimmen auf Menüs ein, die mediterran
akzentuiert sind, obwohl die meisten Produkte aus dem Umland kommen. Ob krosse
 Maispoulardenbrust mit Mandel-Rosinen-Reis und Currycrème oder Seeteufel mit
Scampi und Kartoffelbrei - alles fein zubereitet und gewürzt. Ebenso glücken Salaten,
Suppen, Terrinen und die Crème brûlée.
Die Weinkarte wird zurecht wegen ihrer Vielfalt gerühmt. Die Kunst an den Wänden
erfreut, die Rechnung überrascht - angenehm.
Damit erwähnt uns der Gault Millau als eines von drei Häusern westlich von Bremen
einschließlich der ostfriesischen Inseln.


und der Text von 2005:
Bewertung:
1 Haube mit 14 Punkten, erstklassige Ausstattung, besonders liebenswerter Service

Text: Manchmal huscht des Abends noch ein Kindermann-Kind durch den Speiseraum und
die Stammgäste bemerken erstaunt, wie groß es geworden ist und wie lange sie sich demnach
schon über das angenehme Restaurant in dem hübschen alten Bauernhaus freuen.
Küchenchef Carsten Kindermann setzt dabei konsequent auf frische Produkte und verachtet
das regionale Angebot nicht. Sein krosser Maisgockel auf einem Ragout von Steinpilzen,
Pfifferlingen und Champignons macht sich ebenso gut wie sein perfektes Rumpsteak vom
friesichen Ochsen auf  Pestobohnen. Die Liste seiner Stärken ist lang: ausgefallene Suppe
(Tomaten-Orangensuppe  mit Pesto), schmackhafte Vorspeisen (Cocktail von Kutterkrabben
und Spargel mit Currydip), köstliche Desserts (Beeren im Schokokorb auf
Champagner-Holunderblütencrème).
Der große Bauerngarten, der liebenswürde Service und mit Bedacht gewählte Weine machen
Appetit auf das Wiederkommen.

Besser essen & reisen
Bewertung: zwei Bestecke (Restaurant mit guter Ausstattung) ein Kochkessel
(gute ideenreiche Küche, vorzugsweise regional, verdient besondere Beachtung
das Preis-Leistungsverhältnis stimmt) ein Hahn (Die küche ist perfekt und
einen Umweg wert. Umfangreiches Weinangebot, guter Service)

Text: Das reetgedeckte kleine Landhaus macht auf Anhieb Laune. Es gibt zwar nur drei Zimmer, doch das Motto des Hauses trifft den Kern: "Klein genug, anders zu sein". Man merkt es spätestens bei der sehr persönlichen Betreuung durch das Gastgeber-Ehepaar. Schon beim Eintreten empfängt den Gast eine anheimelnde, unauffällige Eleganz. Carsten Kindermanns Küche ist ambitioniert und von untadeliger Qualität. Man sitzt an hübsch eingedeckten Tischen, freut sich über den ungemein herzlichen und aufmerksamen Service von Hausherrin Annette Kindermann - und genießt. Zum Beispiel das aktuelle Schlemmermenu: Welsfilet in warmer Sommertrüffel-Marinade auf Kopfsalatherzen vom Biohof, den Zander auf Hummercreme und Gemüsespinat, dann die Rehbockkeule mit Pfifferlingen und Spitzkohl, schließlich den reich zusammengestellten Käseteller und am Schluss die warmen Schokoladen-Ravioli auf Weinbergpfirsichsalat mit Himbeersorbet und Grand Marnier-Sahne. Beeindruckend ist die gut sortierte und mit viel Sachverstand zusammengestellte Weinkarte, auf der 320 Positionen der besten Anbaugebiete aus Deutschland, Frankreich und Italien angeboten werden. Man merkt hierbei, dass Carsten Kindermann ein großer Weinliebhaber ist. Ebenfalls ein Hit ist das beachtliche Spirituosenangebot mit über 120 verschiedenen Bränden. Wer hier ausgiebig genießt und probiert (im Sommer auf der schönen Restaurant-Terrasse), der sollte vielleicht wirklich eine Übernachtung in einem der gemütlichen Gästezimmer ins Auge fassen.


Der Metternich-Führer für Fein- und Weinschmecker, Hahn-Verlag
Bewertung: fünf Weinflaschen (= Höchstnote!, herausragend, vielseitig sortierte Weinkarte)

Text: Seit über 10 Jahren betreiben Carsten Kindermann und seine Frau Annette nun schon das "Weiße Haus" in Rastede. Das reetgedeckte Landhaus von 1892 wurde jüngst von Grund auf renoviert, neu gedeckt und neu gestrichen. Jetzt empfangen den Gast dezent gelb-rot gestrichene Wände, dunkle Balken an der Decke und akkurat weiß eingedeckte Tische; bei schönem Wetter lockt ein Sommergarten mit Teakholzbestuhlung. In der Küche hantiert Carsten Kindermann virtuos mit den Töpfen und sorgt für einen attraktiven Mix verschiedener Stile: Ob mediterran, asiatisch oder klassisch - Berührungsängste kennt der vielseitige Meister nicht, wobei er jedoch nie den festen Sockel der regionalen Kochkunst unter den Füßen verliert. Gerade das aber gibt seiner Küche jene geschmackliche Tiefe, die weit jede Mode hinausreicht, und die unser Schlemmermenu aus vier Gängen zu € 44,-- prägt. Um den Service und Wein sorgt sich mit Liebe und Umsicht Hausherrin Annette Kindermann, die auch den übrigen Teil des Hauses mit ihrer gewinnenden Art überblickt: das kleine, aber feine Hotel mit gerade drei Zimmern und dem Motto "klein genug - anders zu sein".
Die Weinkarte hat sich nun endgültig einen Stammplatz im Oberhaus erobert. Weine aus 10 Ländern sind gelistet, 400 Positionen können gezählt werden. Frankreich dominiert. Mehr als 110 Bordeaux stehen zur Wahl, gute und erste Adressen (allein 10 Jahrgänge Mouton Rothschild, 6 Jahrgänge Latour und 7 Cos d'estournel). Italien bringt es in der Rotweinkollektion auf 55 Nennungen - mit großen Namen aus dem Piemont und der Toskana. Aber auch das deutsche Sortiment kann sich sehen lassen: mehr als 50 Positionen weiß und 20 Nennungen rot: von Heger, Johner und Keller über Weil, Künstler und Deinhard bis Haag und Maximin Grünhaus. Dazu kommen interessante Kostproben aus Österreich, Chile, Spanien, Kalifornien, Australien und Südafrika. 18 halbe Flaschen, 10 Schoppen. Die Preise sind recht maßvoll kalkuliert, schon für weniger als € 20 je Flasche ist etwas zu finden.