
Text 2009: Mit seiner weißen Farbe
und dem eindrucksvollen Reetdach strahlt es die typische
Ammerländer Gemütlichkeit aus. 1892 erbaut, beherbergt es einige hübsche Zimmer
und
ein Restaurant mit beeindruckender Küche Spezialitäten: Seeteufelcarpaccio mit
Limonenpesto und Knusperlasagne, Entenbrust mit Datteln und Pinienkernen
gefüllt,
Kabeljau auf Basilikumlinsen mit weißer Tomatenbutter

Marcellino 2010/11 für Bremen und
Umgebung
Bewertung:
Platz 2 für Bremen und Umgebung
Text 2010: "Etwas ab vom Schuss." Aber "der Weg lohnt sich
allemal", da sind sich
"anspruchsvolle Gäste" einig. Die "wechselnde Karte" lockt
mit "raffinierten
Kombinationen aus regionaler und internationaler Küche":
feine Spargelrahm-Sülze mit Spargelspitzen im Salatnest und krossem
Serranoschinken
(12,90) sowie Bauern-Entenbrust
mit Shii-Take-Pilzen, Schmorjus und
Bärlauch-Ravioli (23,80). Noch Platz für was Süßes? Gratinierter
Vanille-Topfen mit
Mojito-Kompott und Sorbet von der Erdbeere (8,20). "Kompetentes
Personal".
Die Räume "behaglich": "mediterranes Landhaus-Flair" mit
"edlem Holzmobiliar"
im Ammerländer Bauernhaus von 1892. 400 Weine, 10 offen.
Text 2008: Unter Reet und guten Freunden: "Mehrfach ausgezeichnete
regional-mediterrane
Küche". Mit Gespür fürs Besondere" und fein zubereitet, so landen
Chefkoch Kindermanns
Kreationen wie Greetsieler Krabben in Bärlauch-Joghurt, Frühlingssalat,
Ochsenrücken-Steak
auf Tomaten-Bohnen-Ragout und geeiste
Kuppe von Maracuja im Schokoladennetz auf den
Tellern. "Ländliche Frische",
"warme mediterrane Farben", "Kuschelige
Einrichtung" und
der "herzliche Service"
verzaubern die anspruchsvolle Klientel auf Anhieb.
"Die Kunst an den Wändern
erfreut", wie auch das Preis-Leistungs-Verhältnis.
"Grandiose Weinkarte" mit derzeit 400 Positionen.
Text 2007: Wunderschön, das mit "Reet gedeckte
Friesenhaus." Fast wie auf Sylt, sogar mit
Steinwall um das Haus herum! Frisch renoviert mit warmen Rot- und Gelbtönen.
Hier wird
man von den "Kindermännern unglaublich verwöhnt".
Bekannt ist das Gourmet-Ehepaar für "leckere, zeitgemäße und gut
kalkulierte Gastronomie".
"Zufriedene Gäste" schwören,
sie hätten "auch in besternten Restaurants noch nie
besser gegessen".
Absolute "Höchstnote " in der gesamten Region ! "Umfangreiche
Weinauswahl"

Gault Millau - Gourmetführer 2011, erschienen im November 2010, Heyne-Verlag
Bewertung:
2 Hauben mit 15 Punkte, 3 Bestecke in rot (= besonders angenehme Atmosphäre);
besonders liebenswerter Service
In das fast 120 Jahre alte Ammerländer Reetdachhaus, das von
einem hübschen
Garten umgeben ist, kehrt man gern ein. Die behagliche Eleganz der Gasträume
und die freundliche Zugewandtheit von Gastgeberin Annette Kindermann vermitteln
sogleich ein Zu-Hause-Gefühl.
Dem entspricht Ehemann Carsten, der am Herd nicht jeder neuen Mode hinterher-
läuft. Das Design von kuriosen Gerichten, das Hantieren mit Zentrifugen und
Reagenz-
gläsern, Gelatinen und Espumas sind seine Sache nicht. Langweilig ist seine
Küche
dennoch nicht. Sein nordwestdeutsche-mediterranes Gourmet-Potpourri mit
gelegent-
lichen asiatischen Anklängen ist immer auch für eine Überraschung gut (z.B.
Jakobsmuscheln und Scampi mit gekühlter Tomaten-Orangensuppe und Kopfsalat
in Wasabi-Joghurt), aber mit Sicherheit wird dem geneigten Esser solide
Kochkunst
auf hohem Niveau geboten.
Ebenso geschmackvoll wie schmelzend zart ist die gebratene Gänsestopfleber, die
mit
Kaninchenfilet, lauwarmem Salat von Pfifferlingen, Feldsalat und Senflinsen
bestens harmoniert. Ein Klassiker des Hauses ist mittlerweile das fehlerfrei
gebratene
Ochsenfilet mit einem Stück butterzart geschmorter Ochsenbacke und à part
gereichtem
Schmorjus. Das begleitende Senf-Kartoffelpüree, einfach und gut, können wir und
auch
zu Fisch vorstellen. Aber noch nehmen wir gern mit dem fein abgestimmten Zuckererbsen-
risotto zu Seezunge und Seeteufel vorlieb.
Kleine Abstriche machen wir beim Nachtisch wenn Crème brûlée à la Saison oder
geschmorter Pfirsich in Waldmeister-Karamell kommt. Überzeugender ist die
knusprige Karamell-Pfeffer-Schnitte mit weißer Schokolade und Blutorangen in
Grand Marnier und im Sorbet.
Ambitionierte und umfangreiche Weinkarte, in der sich die Gastgeberin bestens
auskennt.
Text von 2010
Bewertung:
2 Hauben mit 15 Punkte, 3 Bestecke in rot (= besonders angenehme Atmosphäre);
besonders liebenswerter Service
Das weiße Haus bekam eine neue Außenwerbung und macht jetzt in
signalrot auf sich
aufmerksam - hoffentlich noch erfolgreicher. Denn Patron Carsten Kindermann
bleibt
auch in seiner modernisierten Küche alten Prinzipien treu: beste Produkte in makeloser
Frische,
Bekenntnis zur Ammerländer Region und Aufgeschlossenheit für Neues -
norddeutsche
Bodenständigkeit gepaart mit südlicher Leichtigkeit.
Und Annette Kindermann beseelt die liebevoll eingerichteten Räume des alten
Bauernhauses am Schlosspark oder den großen Garten als freundlich umsorgende
Gastgeberin.
Dass der Chef neuerdings des Öfteren zu tief in den Salztopf langt und es beim
Spinatcrèmesüppchen mit aromaschwachen Trüffeln zwischen den Zähnen knirschen
ließ, vergessen wir mal rasch.
Gern erinnern wir uns an die butterzarten Kalbsbäckchen in kräftigem
Rotweinjus,
das perfekt auf der Haut gebratene Zanderfilet mit Gemüse aus gelben Linsen
oder
die Perlhuhnbrust, kross comme il faut,
mit grünem Spargel. Über den filigranen Frucht-
Variationen oder der Mango-Eisbombe mit Erdbeercoulis wollen wir nicht
Kindermanns
neues Abendbrot vergessen, bei dem nach Herzenslust aus vielen verschiedenen
Vorspeisenschälchen genascht werden kann. Aber Obacht, zu Beginn des Abends
gilt
es den Verlockungen des mit duftig-würzigem Gebäck reich gefüllten Brotkorbes
und den
dazu gereichten leckeren Aufstrichen und Snacks zu widerstehen.
Der Weinkeller lässt bei 400 Positionen kaum einen Wunsch offen, und die
mit 100 edlen Digestifs überbordende Anrichte auch nicht.
Text von 2009
Bewertung:
2 Hauben mit 15 Punkte, 3 Bestecke in rot (= besonders angenehme Atmosphäre);
besonders liebenswerter Service
Annette Kindermann empfängt die Gäste im hellen, hübsch
eingerichteten Restaurant
oder im schönen, großzügigen Garten wie Freundes des Hauses und umsorgt sie
auch so.
Ehemann Carsten lässt vorzugsweise regionale Produkte in die Töpfe und Pfannen,
achtet
auf kompromisslose Frische und schickt Gerichte, die unverkünstelt, aber
beileibe nicht
ohne Raffinement sind. Aber Obacht beim generösen Auftakt mit
Chorizio-Scheiben,
Griebenschmalz, Oliven, Radieschen, Basilikumquark und einem verlockendem
Olivenöl,
das mit Grapefruitöl aromatisiert ist. Wer hier nicht Maß hält, tut sich, was
schade ist,
schwer mit den Köstlichkeiten, die folgen: perfekter Tafelspitz mit
ausgesuchten kleinen
Köpfen von Pfifferlingen und raffiniert gewürztem Mus vom Hokkaido-Kürbis, à
point
gegartes Zanderfilet mit mutiger sauerlicher Schmor-Gurke, die mit buntem
Linsengemüse
gefüllt ist, untadeliges Ochsenroastbeef
mit sehr gutem Gemüse von zweierlei Bohnenschoten
und wohlschmeckenden buttrigen Stampfkartoffeln. Und schließlich werden dem
Topfen-
Palatschinken mit Aprikosensorbet noch eine köstlich konfierte Aprikose und
mehr
als nur dekorative frische Beeren gegönnt.
Text von 2008:
Bewertung:
2 Hauben mit 15 Punkte, 3 Bestecke in rot (= besonders angenehme Atmosphäre);
besonders liebenswerter Service
Wie macht sie das nur? Auch ein neues Gesicht wird von Annette Kindermann wie
ein
langjähriger Stammgast begrüßt. Selten darf man so rundheraus sagen, was man
gern oder
anders hätte - der Patronne erstirbt kein freundliches Lächeln.
Und das alles zu Preisen, die sogar ultimo nicht schmerzen.
Aber Obacht beim warmem Rosmarin-Olivenbrot mit grobem Salz, bei den warmen
Kürbiskernen,
den gut angmachten Dips - das ist alles nur ein Vorspiel und die folgenden
Vorspeisen keine
Kleinigkeit: Gleich vier Jakobsmuscheln kommen mit Tomate und Pinienkernen,
getrüffeltem
Blumenkohl, Orangen-Fenchel-Couscous und
Erbsen-Minz-Mousse ... Auch das schaumige
Süppchen von der Petersilienwurzel mit großzügig dargebotenen Trüffelscheiben
oder
Meeresfrüchteterrine mit Kräutern und Salat in Limonenjoghurt sind keine
Beiträge
Carsten Kindermanns zur Häppchenkultur.
Danach mediterrane Anklänge und regionale Wucht, im Ganzen gebratener Meerwolf
mit den Aromen des Südens oder geschmorte Kalbsbacke und Bratwurst vom Kalb auf
Kartoffel-Lauch-Gemüse. Und in Erinnerung an ein untadeliges Kotelette vom Pata
Negra-
Schwein sehen wir dem Tafelspitz vom
Kalb nach, dass er arg weich, die Brühe sehr salzig
und der Spinat kaum lauwarm war. Wohl dem, der nach den gut bemessenen
Portionen
mehr schafft als den eisigen Genuss , das Tagessorbet mit Champagner oder
mit Amaretti auf Joghurt.
Text von 2007:
Bewertung:
2 Hauben mit 15 Punkte, 3 Bestecke in rot (= besonders angenehme Atmosphäre);
besonders liebenswerter Service
Die Schritte zum kulinarischen Glück in Rastede: Vorfreude, wenn der
Schlosspark passiert ist.
Frohe Erwartung, wenn man vorm reetgedeckten Hotel ankommt. Spannung, wenn
endlich
die Menukarte studiert werden kann. Wohliges Seufzen, wenn der letzte Teller,
im schönen
Garten geleert ist ... Und wie eine Zugabe kommt nach dem Finale die geringer
als erwartet
ausfallende Rechnung - die Kindermanns
verstehen es, ihre Gäste liebenswürdig zu umsorgen.
Eine Hallo-Wach-Eröffnung für die Geschmacksknospen ist sein Cocktail von
Kutterkrabben
mit Spargel/Curry-Dip. Wer's nicht ganz so scharf beginnen möchte, hält sich an
die gut
komponierte Entenleberterrine mit Gänselebermousse auf gelben Linsen. Der
Ammerländer
Kalbsrücken wird mit Pfifferlingen, Bohnen und neuen Stampfkartoffeln mit
Olivenöl und
Meersalz kombiniert und von einer so gelungenen Thymianschaumsauce begleitet,
dass man
sie löffeln möchte. Der Kalbstafelspitz ist mit seiner leicht
"matschigen" Konzistens fast
zu zart geraten, aber geschmacklich tadellos. Perfekt dagegen das Steinbeißerfilet
auf
Schnittlauchspinat mit Trüffelbutter und Trüffeln, mit denen Carsten Kindermann
-
wie schön ! - nicht geizt. Und da die Edelpilze nicht dick machen, nehmen wir
gern Mascarpone
/Schokoladentrüffel mit Champagner/Limetten-Sorbet oder einen warmen
Grießflammeri mit
dreierlei Eis und Himbeeren.
Der Espresso ist vorzüglich, und an die 100 Digestifs locken. Annette
Kindermann schafft
als Gastgeberin eine freundliche und familiäre Atmosphäre und präsentiert die
umfangreiche
ambitionierte Weinauswahl kenntnisreich und geschmackssicher. Bliebe noch der
wahrlich
opulente Auftakt nachzutragen: vier Sorten Brot (köstlich der hausgebackene
Rosmarin-
fladen!) und Basilikum-Quark, Salzbutter, Schmalz, Oliven und Radieschen.
Letztes Lob: Der "Happy Hour-Genussteller" beschert dem eiligen
Schnuppergast von
18 bis 19 Uhr 7 Leckereien und ein Glas Champagner für € 19.90.
und der Text von 2006:
Bewertung:
1 Haube mit 14 Punkte, 3 Bestecke in rot
(= besonders angenehme Atmosphäre);
besonders liebenswerter Service
Jeder wird mit strahlendem Lächeln empfangen. Die freundliche
Atmosphäre in dem
schönen Ammerländer Bauernhaus überträgt sich sofort auf den Gast und läßt
entspannt
den Abend genießen. Und der beginnt
vielleicht mit einer kleinen Suppe von Tomaten
und Orangen mit Kürbiskernöl als Gruß aus der Küche von Carsten Kindermann.
Dazu
reicht seine Frau ausgezeichnete Brotsorten; von denen uns das weiße Fladenbrot
mit
Rosmarin immer am besten schmeckt.
Die unaufdringlich-schmackhaften Nettigkeiten stimmen auf Menüs ein, die
mediterran
akzentuiert sind, obwohl die meisten Produkte aus dem Umland kommen. Ob krosse
Maispoulardenbrust mit
Mandel-Rosinen-Reis und Currycrème oder Seeteufel mit
Scampi und Kartoffelbrei - alles fein zubereitet und gewürzt. Ebenso glücken
Salaten,
Suppen, Terrinen und die Crème brûlée.
Die Weinkarte wird zurecht wegen ihrer Vielfalt gerühmt. Die Kunst an den
Wänden
erfreut, die Rechnung überrascht - angenehm.
Damit erwähnt uns der Gault Millau als eines von drei Häusern westlich von
Bremen
einschließlich der ostfriesischen Inseln.
und der Text von 2005:
Bewertung:
1 Haube mit 14 Punkten, erstklassige Ausstattung, besonders liebenswerter
Service
Text: Manchmal huscht des Abends noch ein Kindermann-Kind durch
den Speiseraum und
die Stammgäste bemerken erstaunt, wie groß es geworden ist und wie lange sie
sich demnach
schon über das angenehme Restaurant in dem hübschen alten Bauernhaus freuen.
Küchenchef Carsten Kindermann setzt dabei konsequent auf frische Produkte und
verachtet
das regionale Angebot nicht. Sein krosser Maisgockel auf einem Ragout von
Steinpilzen,
Pfifferlingen und Champignons macht sich ebenso gut wie sein perfektes
Rumpsteak vom
friesichen Ochsen auf Pestobohnen. Die
Liste seiner Stärken ist lang: ausgefallene Suppe
(Tomaten-Orangensuppe mit Pesto),
schmackhafte Vorspeisen (Cocktail von Kutterkrabben
und Spargel mit Currydip), köstliche Desserts (Beeren im Schokokorb auf
Champagner-Holunderblütencrème).
Der große Bauerngarten, der liebenswürde Service und mit Bedacht gewählte Weine
machen
Appetit auf das Wiederkommen.
Text: Das reetgedeckte kleine Landhaus macht auf Anhieb Laune.
Es gibt zwar nur drei Zimmer, doch das Motto des Hauses trifft den Kern:
"Klein genug, anders zu sein". Man merkt es spätestens bei der sehr
persönlichen Betreuung durch das Gastgeber-Ehepaar. Schon beim Eintreten
empfängt den Gast eine anheimelnde, unauffällige Eleganz. Carsten Kindermanns
Küche ist ambitioniert und von untadeliger Qualität. Man sitzt an hübsch
eingedeckten Tischen, freut sich über den ungemein herzlichen und aufmerksamen
Service von Hausherrin Annette Kindermann - und genießt. Zum Beispiel das
aktuelle Schlemmermenu: Welsfilet in warmer Sommertrüffel-Marinade auf
Kopfsalatherzen vom Biohof, den Zander auf Hummercreme und Gemüsespinat, dann
die Rehbockkeule mit Pfifferlingen und Spitzkohl, schließlich den reich
zusammengestellten Käseteller und am Schluss die warmen Schokoladen-Ravioli auf
Weinbergpfirsichsalat mit Himbeersorbet und Grand Marnier-Sahne. Beeindruckend
ist die gut sortierte und mit viel Sachverstand zusammengestellte Weinkarte,
auf der 320 Positionen der besten Anbaugebiete aus Deutschland, Frankreich und
Italien angeboten werden. Man merkt hierbei, dass Carsten Kindermann ein großer
Weinliebhaber ist. Ebenfalls ein Hit ist das beachtliche Spirituosenangebot mit
über 120 verschiedenen Bränden. Wer hier ausgiebig genießt und probiert (im
Sommer auf der schönen Restaurant-Terrasse), der sollte vielleicht wirklich
eine Übernachtung in einem der gemütlichen Gästezimmer ins Auge fassen.
Text: Seit über 10 Jahren betreiben
Carsten Kindermann und seine Frau Annette nun schon das "Weiße Haus"
in Rastede. Das reetgedeckte Landhaus von 1892 wurde jüngst von Grund auf
renoviert, neu gedeckt und neu gestrichen. Jetzt empfangen den Gast dezent
gelb-rot gestrichene Wände, dunkle Balken an der Decke und akkurat weiß
eingedeckte Tische; bei schönem Wetter lockt ein Sommergarten mit
Teakholzbestuhlung. In der Küche hantiert Carsten Kindermann virtuos mit den
Töpfen und sorgt für einen attraktiven Mix verschiedener Stile: Ob mediterran,
asiatisch oder klassisch - Berührungsängste kennt der vielseitige Meister
nicht, wobei er jedoch nie den festen Sockel der regionalen Kochkunst unter den
Füßen verliert. Gerade das aber gibt seiner Küche jene geschmackliche Tiefe,
die weit jede Mode hinausreicht, und die unser Schlemmermenu aus vier Gängen zu
€ 44,-- prägt. Um den Service und Wein sorgt sich mit Liebe und Umsicht
Hausherrin Annette Kindermann, die auch den übrigen Teil des Hauses mit ihrer
gewinnenden Art überblickt: das kleine, aber feine Hotel mit gerade drei
Zimmern und dem Motto "klein genug - anders zu sein".
Die Weinkarte hat sich nun endgültig einen Stammplatz im Oberhaus erobert.
Weine aus 10 Ländern sind gelistet, 400 Positionen können gezählt werden.
Frankreich dominiert. Mehr als 110 Bordeaux stehen zur Wahl, gute und erste
Adressen (allein 10 Jahrgänge Mouton Rothschild, 6 Jahrgänge Latour und 7 Cos
d'estournel). Italien bringt es in der Rotweinkollektion auf 55 Nennungen - mit
großen Namen aus dem Piemont und der Toskana. Aber auch das deutsche Sortiment
kann sich sehen lassen: mehr als 50 Positionen weiß und 20 Nennungen rot: von
Heger, Johner und Keller über Weil, Künstler und Deinhard bis Haag und Maximin
Grünhaus. Dazu kommen interessante Kostproben aus Österreich, Chile, Spanien,
Kalifornien, Australien und Südafrika. 18 halbe Flaschen, 10 Schoppen. Die
Preise sind recht maßvoll kalkuliert, schon für weniger als € 20 je Flasche ist
etwas zu finden.